Europa im kulturellen Wandel

Europa erlebt einen kulturellen Wandel, der viele Chancen und Herausforderungen bietet. Sowohl Schulen, als auch Sportvereine sind wichtige Instrumente, um diese Chancen zu maximieren. Obwohl viele Lehrer und Coaches mit kulturell, ethnisch und sprachlich diversen Gruppen arbeiten, haben diese oft nicht die richtigen Werkzeuge oder sind nicht mit der notwendigen Fachkompetenz gerüstet, um die Vielfalt richtig wahrzunehmen und zu nutzen. Interkulturellen Kompetenzen wird in der Sportlehrerausbildung bis dato wenig Aufmerksamkeit gewidmet.

Ziel des EU-geförderten, internationalen Projekts „Intercultural Education through Physical Activity, Coaching and Training (EDU-PACT) ist es, zur Bewältigung dieser Herausforderungen beizutragen und ein innovatives, interkulturelles Curriculum für die Aus- und Weiterbildung von Sportlehrern und Trainern zu entwickeln. Die im Rahmen von EDU-PACT entwickelten Instrumente ermöglichen es Pädagogen und Trainern, positive interkulturelle Lernerfahrungen im Unterricht zu schaffen und Integration aktiv zu fördern.

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Bildungsexperten in Action beim "Training of Trainers" im Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit

Erfahrung aus 19 Jahren Entwicklungszusammenarbeit

Seit der Gründung im Jahr 2000, leistet Right To Play Pionierarbeit im Bereich Spiel und Sport für Entwicklung. Um lokale Strukturen zu stärken, ist ein zentraler Bestandteil der Programmarbeit auf Wissenstransfer ausgelegt und auf die nachhaltige Ausbildung von Lehrern und Coaches vor Ort. Interkulturelle Kompetenz ist dabei von entscheidender Bedeutung, denn die Arbeit in verschiedensten Kontexten in Afrika, Asien und dem Nahen Osten birgt vielfältige Herausforderungen. Als NGO-Partner von EDU-PACT bringt Right To Play genau diese Erfahrung mit ein und trägt damit zur Entwicklung von Bildungsmodulen bei.

Europäische Universitäten und Non-Profits ziehen an einem Strang

EDU-PACT ist in drei Teile gegliedert: Nachdem Lehr- und Leitfäden, sowie didaktische Konzepte entwickelt wurden, folgte im zweiten Schritt eine Schulung von Universitätsexperten aller Projektpartneruniversitäten durch Right To Play und das Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit. Im letzten Schritt fand das „Training of Trainers” statt und wurde an der Universität Wien in enger Zusammenarbeit mit dem Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC) veranstaltet.

Das dreijährige Projekt wird von 2018 bis 2020 vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert. Teilnehmende Organisationen, Institutionen neben Right To Play Deutschland sind die Deutsche Sporthochschule Köln, die Universitäten Foro Italico in Rom, Southern Denmark in Odense, sowie die University of Thessaly aus Trikala. Außerdem unterstützen das Projekt das griechische Ministerium für Kultur und Sport, das International Council for Coaching Excellence / European Coaching Council (ICCE-ECC) und das Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC).