Gemeinsam für einen gesunden Lebensstil

Libanon ASICS

In den letzten dreißig Jahren litt der Libanon unter gewaltsamen Konflikten, den Kämpfen des Bürgerkrieges und erlebte einen Zustrom von Flüchtlingen - zunächst aus den Palästinensischen Gebieten und in den letzten Jahren zunehmend aus Syrien. Im Libanon leben derzeit 1,8 Millionen Geflüchtete, von denen mindestens die Hälfte jünger als 18 Jahre ist. Jeder vierte im Libanon hat einen Fluchthintergrund. Das übt großen Druck auf die Gesellschaft aus. Schulen, die geflüchtete Kinder und Jugendliche besuchen können, sind überfüllt, nur mit dem nötigsten ausgestattet und die Bildungsqualität ist dementsprechend gering. Kinder sind von den Konflikten und traumatischen Erlebnissen gezeichnet. Möglichkeiten zur Selbstentfaltung, für Bewegung und zum Spielen sind eingeschränkt.

ASICS und Right To Play bündeln ihre Kräfte

Gemeinsam mit Right To Play, ermöglicht die Sportmarke ASICS Kindern im Libanon durch Sport ein dringend benötigtes Ventil. Durch die Einrichtung eines 3-jährigen Sportprogramms werden Kindern mit unterschiedlichsten Hintergründen wichtiges Wissen und Fähigkeiten vermittelt. Die Vermittlung der Grundlagen der Leichtathletik und weitere sportliche Aktivitäten fördern dabei sowohl mentale, physische als auch soziale Life-Skills.

Mouaatasem, 10 Jahre alt, Syrien

Mouaatasem in Lebanon

„Ich kam vor vier Jahren in den Libanon. Wegen des Krieges mussten wir aus Syrien fliehen. Ich komme aus einer Stadt nicht weit vom Libanon entfernt, aber die Situation unterscheidet sich sehr. Dort herrscht Krieg.

Ich liebe Sport und Aktivitäten. Ich liebe es, Spiele zu spielen. Ich räume den Platz immer nach dem Spielen auf, damit alle mit mir zufrieden sind und der Platz wieder ordentlich aussieht.

Hier ist es besser als in Syrien. Die Schule ist hier besser. Ich hatte gerade erst die 1.Klasse begonnen als wir fliehen mussten. Ich erinnere mich nicht einmal, ob wir dort in der Schule gespielt oder Sport gemacht haben. Wir waren hauptsächlich in unserem Klassenzimmer.

Nicht alle meine Geschwister gehen zur Schule. Mein älterer Bruder muss arbeiten, um unserer Familie zu helfen, Geld zu verdienen. Meine ältere Schwester hilft meiner Mutter zu Hause. Sie können nicht zur Schule gehen.

Ich liebe Fußball. Wir laufen, wir spielen, das ist sehr gut für unseren Körper. Wenn wir Sport machen, sind wir alle gleich. Wir haben hier kein syrisches und libanesisches Team. Wir sind alle ein Team, wenn wir spielen.“

Hanan, 9 Jahre alt, Syrien

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„Ich liebe dieses Programm. Wir sind zusammen, wir spielen und wir lernen uns kennen. Es macht mich sehr glücklich.

Es macht Spaß Sport mit meinen Klassenkameraden zu machen. Ich wünschte, ich könnte es jeden Tag tun. Ich mag alle Spiele und ich liebe die Trainerin. Sie ist eine Inspiration.

Ich bin vor 7 Jahren aus Syrien geflohen. Ich war erst zwei Jahre alt, als ich aus meiner Heimat Hama nach hier gekommen bin.

Ich erinnere mich an meine Großeltern und wie glücklich wir zusammen waren. Wir haben immer viele schöne Sachen zusammen gemacht. Sie liebten mich. Jetzt sind sie dort in Syrien und wir hier im Libanon. Wir können uns nicht sehen. Das ist hart."

Zeina, 12 Jahre alt, Syrien

Zeina uit Libanon

„Wir kamen 2012 aus Syrien. Wir verließen unser Haus wegen des Krieges, viele Menschen starben und es gab sehr viel Zerstörung. Zuerst blieben wir in einigen anderen Städten Syriens. Dann kamen wir hierher; hier ist die Situation besser und ruhiger.

Ich war sechs, als wir gingen. Ich bin dort nicht einmal zur Schule gegangen. Ein Ort, an den ich mich erinnere, ist der schöne Garten in der Nähe meines Hauses. Als der Krieg kam, hatten wir Angst. Ich war jung. Ich habe es nicht verstanden.

Das Leben hier im Libanon ist gut. Wir lernen neue Dinge und dürfen Sport machen. Wenn ich traurig bin oder mich etwas stört, macht mich Sport wieder glücklich. Wenn ich spiele, vergesse ich all die traumatischen Erinnerungen.

Mein Traum ist es, Dolmetscherin zu werden. Wenn du reisen willst, musst du eine andere Sprache sprechen. Vor zwei Jahren ging mein Bruder mit meinem Onkel nach Deutschland. Es war eine sehr lange Reise über das Meer. Er ist 14 und ich vermisse ihn. Ich würde gerne dorthin reisen. Sicherlich ist das Leben dort besser."

Friedliches Zusammenleben

Mouaatasem, Hanan und Zeina haben zusammen mit ihren palästinensischen und libanesischen Teamkameraden gespielt. Sie lernten, einander zu vertrauen, sich zu akzeptieren und die gegenseitigen Unterschiede zu schätzen – entscheidende Grundlagen, um friedliches Zusammenleben nachhaltig zu fördern.

Sport and play in Lebanon