• News - 5. April 2016

    Severin Freund besucht burmesische Flüchtlinge in Thailand für Right To Play Deutschland

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    Der international erfolgreiche Skispringer Severin Freund besuchte vergangene Woche das Projekt von Right To Play für burmesische Flüchtlingskinder in Thailand. Als Athletenbotschafter von Right To Play wollte Severin Freund ein tieferes Verständnis davon bekommen, wie die Flüchtlinge in den Camps leben und wie Right To Play dort arbeitet.

    Am Eingang des Umpium Camps steht ein Checkpoint mit Stacheldraht und einer Wellblechhütte. Die Schranke schwingt nach oben, die Soldaten winken Severin Freund und die Mitarbeiter von Right To Play durch. Hinter den laubbedeckten Hütten aus Bambus ragt der Dschungel wie eine grüne Wand empor.

    Das Umpium Camp liegt in Thailands Norden an der Grenze zu Burma und ist eines von insgesamt neun Flüchtlingscamps, in denen über 110.000 burmesische Flüchtlinge unter schwierigsten Bedingungen leben. Severin Freund erfuhr von diesen Flüchtlingscamps durch sein Engagement als Athletenbotschafter für die Kinderhilfsorganisation Right To Play. Diese ist seit mehr als 10 Jahren in sieben dieser Camps präsent und fördert die ganzheitliche Entwicklung von mehr als 40.000 Kindern und Jugendlichen durch eine hochwertige Grundbildung sowie Zugang zu regelmäßigen und inklusiven Sport- und Spielaktivitäten

    Im Camp bekommt Severin Freund auch einen Einblick in die Lehrerausbildung. Zur Verbesserung der Bildungsqualität bildet Right To Play lokale Lehrpersonen aus und setzt dabei den Fokus auf kindzentrierte und spielbasierte Unterrichtsmethoden. Das führt dazu, dass Kinder aktiver in den Unterricht eingebunden werden, mehr Spaß haben, einfacher lernen und bessere schulische Leistungen erbringen. Zudem haben sie eine positive Assoziation mit der Schule und eine bessere Beziehung zu den Lehrpersonen. Severin Freund ist begeistert von dem nachhaltigen Ansatz der Lehrerausbildung: «Die Lehrerinnen und Lehrer sind selbst auch Flüchtlinge – sogar die Ausbilder sind aus den Camps und wurden von Right To Play entsprechend gecoacht. Toll ist, dass diese Menschen ihre erlernten Fähigkeiten mit zurück nach Hause nehmen, sobald die Situation in Burma für eine Rückkehr sicher genug ist. So stärken sie dort das  zukünftige Bildungssystem.»

    Am zweiten Tag besucht Severin Freund das Mae La Camp. Mit mehr als 40.000 Bewohnern ist es das größte der neun Camps. Hier nimmt Severin Freund an Sport- und Spielaktivitäten für Kinder und Jugendliche teil. Zweimal pro Woche organisieren lokale Coaches solche Aktivitäten. Diese sind mit spezifischen Lernzielen verbunden, welche auf eine gesunde körperliche, emotionale, kognitive und soziale Entwicklung abzielen. So lernen Kinder auf spielerische Weise Fähigkeiten wie etwa Führungs-, Konfliktlösungs- und Problemlösungskompetenzen oder Teamarbeit. Schnell ist klar, dass die Right To Play Stunden nicht nur von der Begeisterung der Kinder getragen werden, sondern von der mitreißenden Kraft, dem großen Engagement der Coaches leben. «Die gute Laune hat auch mich sofort angesteckt. Es ist toll zu sehen, wie die positive Kraft von Sport und Spiel das Leben der burmesischen Flüchtlingskinder positiv beeinflusst kann. Right To Play gibt ihnen damit eine Perspektive, in einem Umfeld, dass durch Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Ich freue mich, Menschen kennengelernt zu haben, die mit ihrer ganzen Energie und aus vollem Herzen Right To Play dabei unterstützen und es schaffen den Kindern hier ein kleines Stück Kindheit und Normalität zurückzugeben.»

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